Fettabsaugung - Bauch

Fettabsaugung

Was manchen Menschen das Leben schwer macht, sind erhöhte Fettansammlungen an einigen Körperstellen, wo sich dann symmetrische oder asymmetrische Fettpolster bilden. Diese deformierten die Körpersilhouette und können dadurch psychisch bedingte Unzufriedenheit hervorrufen. Das eigentliche Ablegen der Fettzellen gehört zu den sekundären Geschlechtszeichen und ist sehr individuell. Diese Fettpolster reagieren nicht oder nur sehr gering auf einen Gewichtsverlust oder auf sportliche Betätigung und bleiben praktisch unverändert. Solche Stellen sind zum Beispiel die äußeren Oberschenkel an der Hüfte, wo sich so genannte Reiterhosen bilden, die Innenseiten der Oberschenkel und Kniegelenke, weiterhin sind es isolierte Fettpolster am Unter- und Oberbauch, um die das umliegende Fettgewebe sichtlich schwächer ist. Diese Operation beseitigt in keinem Fall ein allgemeines Überwicht. Das muss durch Diätmaßnahmen, erhöhter körperlicher Belastung in sportlicher Richtung geregelt werden.

Der erste Schritt in solchen Fällen ist der Gang zu einem plastischen Chirurgen, der den Stand der Dinge beurteilt, Möglichkeiten der Behebung erläutert und über die Problematik der Operation Aufklärung gibt. Der Erfolg der Operation ist nur ungefähr abzuschätzen, denn man kann zuvor nicht genau festlegen, wie viel und ob ausreichend Fettzellen durch die Operation abgesaugt werden, damit die gewünschte Symmetrie gegeben ist. Hierbei ist zu beachten, dass kein Mensch vollkommen symmetrisch ist, niemals gleicht eine Körperhälfte der anderen wie ein Spiegelbild. Dies kann auch durch diese Operation nicht erreicht werden. Der Erfolg der Operation hängt auch von den Eigenschaften der Haut ab, ob sie noch ausreichend elastisch ist und es nach dem Eingriff zur ausreichenden Reduktion gekommen ist und sie sich den neuen Körperkonturen anpassen kann. Bei schlaffer Haut können zusätzliche Eingriffe erforderlich sein, um den Hautüberschuss zu vermindern. Die optimale Altersgrenze liegt zwischen 18 – 35 Jahren. Die obere Grenze ist nicht so streng festgelegt, hier kommt es auf die konkrete Situation und den Hauttyp an. Es muss betont werden, dass man mit dieser Methode keine großen Flächen behandeln kann, wie zum Beispiel den ganzen Oberschenkel, denn es ist nicht gewährleistet, dass sich an solchen Flächen auch bei Einhaltung aller Vorsichtsmassnahmen keine Hautunebenheiten bilden, die dann von bleibender Dauer sind. Nach der Fettabsaugung verbleiben Narben von 0,5 – 1 cm und können in natürliche Körperfalten oder Gebiete gelegt werden, wo sie nicht auffallen oder durch die Kleidung zu bedecken sind.

Vor der Operation

  • Nach der Beratung mit dem plastischen Chirurgen und Festlegung des OP-Termins bekommen Sie ein Merkblatt für Ihren Hausarzt zur Durchführung einer OP- und Anästhesievoruntersuchung /EKG, Blut- und Urinwerte/. Diese muss die Schlussfolgerung beinhalten, dass Sie sich ohne jegliche Bedenken dieser OP unterziehen können und sie darf nicht älter als ein Monat sein.
  • Kurz vor der OP und zum Zeitpunkt der OP dürfen Sie keine Viren- oder sonstige Erkrankung haben, Sie dürfen Sich auch nicht in der Rekonvaleszenz befinden.
  • Mindestens 1 Monat vor der OP sollten Sie keine Präparate einnehmen, die Acetylsalicylsäure beinhalten, da durch diese die Blutgerinnung beeinträchtigt wird und somit für spätere Nachblutungen verantwortlich sein könnten.
  • Sie müssen für die ambulanten Nachuntersuchungen und für die Erstphase der Heilung 2 Wochen rechnen.
  • 1 Woche vor der OP ernähren Sie sich mit leichter Kost. Am Vortag der OP-Tag reichlich frühstücken, ausreichend trinken - mindestens 2 Liter, um 12 Uhr noch ein leichtes Mittagessen einnehmen- Suppe, ab 24 Uhr nicht mehr essen, trinken oder rauchen
  • Es ist ratsam 2 Monate vor der geplanten OP die Pille abzusetzen.
  • Die finanzielle Begleichung erfolgt erst am OP-Tag.

Die eigentliche Operation

Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und die Dauer hängt von dem Umfang des Eingriffes ab. Es werden kleine Schnitte gemacht, durch die man die Saugkanüle einführt, die mit einer Vakuumpumpe verbunden ist. Die Gesamtmenge des abgesaugten Fettgewebes darf die Grenze von 1500 ml nicht überschreiten, denn dann kann es zur Erhöhung postoperativer Risiken kommen. Nach der Narbenschließung werden diese steril abgedeckt und eine sehr straff anliegende elastische Hose angezogen.

Nach der Operation

Über die Entlassung entscheidet der Arzt, der auch gleichzeitig den Termin für die erste ambulante Nachuntersuchung festlegt. In der ersten Tagen nach der OP sollten Sie mehrmals am Tag einige Schritte laufen, damit der Blutrückfluss unterstützt wird und somit einer eventuellen Thrombose vorbeugt wird, ansonsten ist eine bedingte Bettruhe angezeigt. Die Nähte werden meistens 7 – 10 Tage nach der Operation gezogen. Die ersten 6 Wochen nach der Operation wird die elastische Hose unterbrochen getragen, lediglich zur Körperhygiene darf sie ausgezogen werden. In dieser Zeit ist es ratsam, jegliche schwerere Körperbelastung zu vermeiden. In den weiteren 6 Wochen kann die Hose während der nächtlichen 12 Stunden abgelegt werden. Nach Anweisung des Arztes werden dann erlernte Massagen angewandt.

Mögliche Komplikationen

Den Erfolg der Behandlung ohne Risiken kann Ihnen kein Arzt garantieren. Auch diese OP hat wie auch alle anderen Operationen ihre Risiken. Vor allem sind es Blutungen, Infektionen, Schwellungen, Taubheitsgefühl, erhöhte Körpertemperatur. Das Auftreten von Blutergüssen, Schwellungen und Taubheitsgefühlen ist nach dieser OP völlig normal, diese bilden sich meistens innerhalb von 3 – 6 Wochen zurück. Als weitere Komplikation ist die im Vorfeld schon erwähnte Hautunebenheit anzusehen, die bei unzureichender Elastizität der Haut vorkommt. Sehr selten kann es bedingt durch Vernarbungen, zur Bildung der so genannten Orangenhaut kommen. Eventuelle Risiken versuchen wir durch verschiedene Maßnahmen auf ein Mindestmaß zu reduzieren und alle die Umstände ausschließen, die zu diesen Komplikationen führen könnten. Deshalb sind auch eine gründliche OP-Voruntersuchung und das Einhalten der Empfehlungen und Anweisungen des Arztes von größter Wichtigkeit.

Einwilligungserklärung

  • Über die geplante Operation wurde ich in einem Aufklärungsgespräch ausführlich informiert. Dabei konnte ich alle mir wichtig erscheinenden Fragen über Art und Bedeutung des Eingriffes sowie über die in meinem Fall speziellen Risiken und möglichen Komplikationen stellen.
  • Ich habe den Inhalt dieses Aufklärungsbogens verstanden und versichere, dass meine Fragen damit sorgfältig beantwortet wurden.
  • Ich habe keine weiteren Fragen, fühle mich ausreichend aufgeklärt und willige hiermit nach ausreichender Bedenkzeit in die geplante Operation ein.