Nasenkorrektur

Operative Nasenkorrektur

Diese OP gehört zu den schwierigsten Operationen auf dem Gebiet der ästhetischen Chirurgie und setzt nicht nur große Erfahrung des Chirurgen voraus, sondern auch ein großes Maß an ästhetischem Feingefühl. Die Nase bildet die Mitte des Gesichtes und formt damit sein Charakter. Deshalb liegen hier der ästhetische und psychische Gesichtspunkt so nahe zusammen. Zudem hat die Nase noch als Geruchs- und Atemorgan eine unersetzbare Aufgabe. Daraus ist zu erkennen, dass diese OP gleichzeitig drei Bereiche beeinflussen kann – den psychischen, ästhetischen und funktionellen. Darum wird diese OP streng individuell nach Gesichtstyp und Persönlichkeit durchgeführt. Der erste Schritt, nach eigenem Wunsch, ist die Beratung bei einem erfahrenen plastischen Chirurgen. Dieser muss in Erfahrung bringen, welche Motive Sie zu dieser OP führen und was Sie von dieser OP erwarten. Der Arzt beurteilt dazu noch die Gesundheit, Alter, Form oder Deformation der Nase, Atmung, Knochenbau der Nase, deren Weichgewebe und Hautcharakter. Dementsprechend erwägt der Arzt, ob eine OP angebracht ist oder nicht. Der Endeffekt der OP lässt sich nur ungefähr abschätzen und Sie müssen sich der Risiken bewusst sein, die mit dieser OP zusammenhängen, die individuell im Auftreten und Ausmaß sind. Es ist wichtig zu wissen, dass diese OP ihre Spezifiken hat und das gute Ergebnis der OP nicht nur von der Professionalität des Arztes abhängig ist. Die eigentliche OP ist nur die erste Phase, auf die der Arzt einen direkten Einfluss hat. Die zweite Phase, den Heilprozess, kann der Arzt nur indirekt durch Anweisungen und Ratsschläge beeinflussen. Das OP-Ergebnis kann man erst nach 2 – 3 Monaten beurteilen, definitiv ist die postoperative Phase erst nach 1 Jahr beendet.

Wann kann man sich dieser Operation unterziehen

Die untere Grenze ist mit den Wachstums- und Pubertätsende gegeben. Es ist nicht ratsam in ein Gewebe einzugreifen, das sich noch im Wachstum befindet, denn es kann dabei zu Deformationen führen. Die obere Grenze ist nicht so streng gegeben. Optimal ist sie jedoch bis zum 35. Lebensjahr, aber auch später kann noch nach individueller Beurteilung operiert werden. Doch mit dem zunehmenden Alter lässt die Elastizität der Haut nach, die vor allem bei Verkleinerungsoperationen vorhanden sein muss. Eine weitere Grenze bildet die psychologische Sicht, denn bei Menschen mit 30 Jahren hat sich ihre Umgebung schon an die Nase gewöhnt und eine zu radikale Veränderung kann dann gewisse Probleme mit sich bringen.

Vor der Operation

  • Nach der Beratung mit dem plastischen Chirurgen und Festlegung des OP-Termins bekommen Sie ein Merkblatt für Ihren Hausarzt zur Durchführung einer OP- und Anästhesievoruntersuchung /EKG, Blut- und Urinwerte/. Diese muss die Schlussfolgerung beinhalten, dass Sie sich ohne jegliche Bedenken dieser OP unterziehen können und sie darf nicht älter als ein Monat sein.
  • Kurz vor der OP und zum Zeitpunkt der OP dürfen Sie keine Viren- oder sonstige Erkrankung haben, Sie dürfen sich auch nicht in der Rekonvaleszenz befinden.
  • Mindestens 1 Monat vor der OP sollten Sie keine Präparate einnehmen, die Acetylsalicylsäure beinhalten, da durch diese die Blutgerinnung beeinträchtigt wird und somit für spätere Nachblutungen verantwortlich sein könnten.
  • Sie müssen für die ambulanten Nachuntersuchungen und für die Erstphase der Heilung 2 Wochen rechnen.
  • 1 Woche vor der OP ernähren Sie sich mit leichter Kost. Vor dem OP-Tag reichlich frühstücken, ausreichend trinken - mindestens 2 Liter, um 12 Uhr noch ein leichtes Mittagessen einnehmen - Suppe , ab 24 Uhr nicht mehr essen, trinken oder rauchen.
  • Es ist ratsam, 2 Monate vor der geplanten OP die Pille abzusetzen.
  • Die finanzielle Begleichung erfolgt erst am OP-Tag.

Die eigentliche Operation

Die Operation wird in lokaler Betäubung durchgeführt, denn eine Vollnarkose würde den Verlauf vielmehr komplizieren, als das sie ihn erleichtern würde. Schmerzhafte Empfindungen haben Sie nur am Anfang der OP bei der Applikation des lokalen Betäubungsmittels, danach verspüren Sie nur ein Ziehen, Druckgefühl, Klopfen bei der Bearbeitung des Knochens, was vielleicht unangenehm, aber nicht schmerzhaft ist. Die Dauer der OP ist von dem Umfang abhängig, im Durchschnitt dauert sie ungefähr 1 Stunde. Am Ende der OP wird die Nase von innen her tamponiert und durch einen äußeren Gipsverband in ihrer neuen Form geschient.

Nach der Operation

treten regelmäßig leichtere oder stärkere, mitunter blutunterlaufene Schwellungen im Bereich der Augenlieder und der Wagen auf. Diese werden durch Kühlung gemildert. Nach der OP sind Sie gezwungen durch den Mund zu atmen, denn die Nase ist von innen tamponiert. Die Tamponade wird nach 4 – 5 Tagen nach der Operation entfernt. Danach dürfen Sie noch keinesfalls schnäuzen, das Nasen- und Wundsekret wird mit Hilfe von Wattestäbchen vorsichtig entfernt. Weiterhin darf auf keinen Fall die Gipsschiene entfernt oder die Pflasterfixierung verändert werden, weil damit das OP-Ergebnis gefährdet werden könnte. Nach 1 Woche kontrolliert der Arzt die Nase unter der Gipsschiene, die dann nach 14 Tagen entfernt wird und Sie müssen diese mindestens noch für weitere 2 Wochen zum Schutz in der Nacht tragen. Danach werden erlernte Massagen angewandt. Die Nase muss sich langsam an die Wärme und Kälte gewöhnen, darum sollte die Nase nicht im Sommer der Sonne und im Winter dem Frost ungeschützt ausgesetzt werden.

Mögliche Komplikationen

Den Erfolg der Behandlung ohne Risiken kann Ihnen kein Arzt garantieren. Auch diese OP hat, wie auch alle anderen Operationen ihre Risiken. Eventuelle Risiken versuchen wir durch verschiedene Maßnahmen auf ein Mindestmass zu reduzieren und alle die Umstände auszuschließen, die zu diesen Komplikationen führen könnten. Darum sind auch eine gründliche OP-Voruntersuchung und das Einhalten der Empfehlungen und Anweisungen des Arztes von größter Wichtigkeit. Zu einer spezifischen Komplikation dieser OP zählt man Vernarbungen. Da dieser Eingriff im Inneren der Nase geführt wird, sind von außen keine Narben zu erkennen, diese bilden sich von innen unter der Haut. Eine stärkere Narbenschicht kann die vorher durch die OP schöne Nasenform negativ beeinflussen. Starke, fettige Haut mit großen Poren, die verstärkt durch Blutgefässe versorgt werden, ist für diese OP weniger bis ungeeignet, den dieser Hauttyp neigt häufig dazu, mit Hilfe starker Vernarbungen zu heilen, wodurch das Risiko eines schlechten OP-Ergebnisses erheblich steigt.

Einwilligungserklärung

  • Über die geplante Operation wurde ich in einem Aufklärungsgespräch ausführlich informiert. Dabei konnte ich alle mir wichtig erscheinenden Fragen über die Art und Bedeutung des Eingriffes sowie über die in meinem Fall speziellen Risiken und möglichen Komplikationen stellen.
  • Ich habe den Inhalt dieses Aufklärungsbogens verstanden und versichere, dass damit meine Fragen sorgfältig beantwortet wurden.
  • Ich habe keine weiteren Fragen, fühle mich ausreichend aufgeklärt und willige hiermit nach ausreichender Bedenkzeit in die geplante Operation ein.